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Reisenotizen: Touristische Schätze auf der Route von Cusco nach Puno

von Sandra Hillerzeder


Wer auf seinem Rundreiseplan Cusco notiert, findet ein paar Zeilen weiter unten oder auch vorher sicher auch die Stadt Puno am Titicacasee. Die Strecke zwischen Cusco und Puno zählt zu den wichtigsten und meist bereisten Distanzen in der peruanischen Reisebranche. Unzählige Transportanbieter offerieren ihre Dienste auf den Straßen der besagten Route. Ein Busunternehmen davon habe ich, zusammen mit zwei Freundinnen auf meinem Rundtrip durch den Süden Perus, ausgewählt. Wären wir von unserem Ausgangsort ohne Zwischenstopps zum gewünschten Zielpunkt gerast, hätten wir die Fahrt in etwa sechs Stunden zurücklegen können. Da die 389 Kilometer lange Wegstrecke touristische Schätze wie Inkaruinen, eindrucksvolle Kirchen und Museen birgt, entschied sich unser Reiseherz doch für die zehnstündige Variante mit Besichtigungen.

Wiracochatempel in Raqchi. Foto: peruline.de
Icon Bild vergrößern  Wiracochatempel in Raqchi. Foto: peruline.de

Pünktlich um 07:30 Uhr morgens auf die Sitze geschnallt und mit etwas Glück auch noch die erste Reihe ergattert, startete unser komfortabler Bus Richtung erste Sehenswürdigkeit - zur 40 Kilometer von Cusco entfernten Kirche San Pedro von Andahuaylillas. Die wunderschöne barocke Kolonialkirche wurde im 17. Jahrhundert von Jesuiten errichtet. Ihr Inneres ist ausgeschmückt mit Wandmalereien im Stil der "Escuela Cusqueña" (Malschule Cusco), wofür das Gotteshaus auch als Sixtinische Kapelle von Südamerika bezeichnet wird. Die kunstvollen Verzierungen symbolisieren christliche Szenen, die ins indigene Alltagsleben überfließen und zusammen verschmelzen. Vor der Kirche befindet sich ein kleiner Dorfplatz mit einem peruanischen Handwerksmarkt mit bunten Souvenirs. Über diesen erheben sich riesengroße, pompöse, Schatten spendende und Jahrhunderte alte Bäume, die als weitere Attraktion in diesem kleinen Örtchen posieren. Beeindruckt von Andahuaylilla nahmen wir wieder Platz auf unseren Spitzenpositionen im Bus und bestaunten auf den nächsten 90 Kilometern die vorbeibrausende Andenlandschaft. Der nächste Halt war in Raqchi um die eindrucksvollen Überreste eines riesigen Tempels der Vorinka Zeit zu erkunden.

Die Stätte liegt am Inkapfad, der Tucuman (Argentinien) und Pasto (Kolumbien) miteinander verband und als Pilgerstätte des Schöpfergottes Wiracocha diente. Die umliegenden 160 Rundbauten mit acht Meter Durchmesser und vier Meter Höhe fanden als Vorratsspeicher Verwendung. Die Inka lagerten hier unter anderem Mais, Trockenfleisch, Getreide und gefrierfertige Kartoffeln. Nahe des Tempels fanden wir eine künstlich angelegte Lagune in Halbmondform (Symbol des göttlich-weiblichen Mondes). Versorgt mit ausreichend Informationen über die antike Ruinenanlage, genossen wir noch einen kurzen Spaziergang an der Seepromenade bevor wir unsere Reise ins 38 Kilometer weiter gelegene La Raya fortführten.

Steinformation der präinkaischen Pucará-Kultur. Foto: peruline.de
Icon Bild vergrößern  Steinformation der präinkaischen Pucará-Kultur. Foto: peruline.de

Schon fast in Puno und doch noch in Cusco

La Raya bildet nicht nur die natürliche Grenzlinie der beiden Regionen, sondern bietet einen atemberaubenden Blick auf die Schnee bedeckten Gipfel der Andengletscher. Mit 4.435 Meter über dem Meeresspiegel ist dies der höchste Punkt der gesamten Wegstrecke. Ein Muss für ein aussagekräftiges Erinnerungsfoto vom herrlichen Landschaftsszenario. Ablenkung fanden wir auf dem Aussichtsplatz, welcher natürlich wieder mit einem peruanischen Souvenirmarkt ausgestattet war, der unsere kaufwütigen Herzen bis zum Gipfel des angezuckerten Andenberges höher schlagen ließ. Einen letzten sehnsüchtigen Blick auf die Landschaft oder auch auf die Souvenirs werfend und einen tiefen Atemzug der klaren, frischen Luft nehmend, schwangen wir unsere Kameras zurück in die Taschen und uns selbst in den vertrauten Bus. In 92 Kilometer Entfernung befand sich der nächste rote Punkt auf unserer Route. Mit großem Erwarten steuerten wir dem Halt, der sich als das Städtchen Pucará mit seinem Museum Litico entpuppte, entgegen. Besonders bekannt ist Pucará für seine aus Ton gefertigten Stiere, welche den Einheimischen als Glücksbringer dienen und an Touristen als Souvenirs in allen Größen verkauft werden. Am Stadtplatz ist eine acht Meter große Stier-Statue zu bestaunen.

Die toritos (Stierchen) finden normalerweise auf den Dächern von neuen Rohbauten ihre Verwendung, wo sie ihrer Aufgabe als Beschützer des Hauses gerecht werden. Meist werden zwei Stiere nebeneinander, manchmal getrennt durch ein Kruzifix fixiert. Neben dem Bestaunen imposanter Tonfiguren lädt ein archäologisches Steinmuseum zum Besuch ein. Präsentiert werden behauene Steine aus der Epoche der dort ansässigen präinkaischen Pucará-Kultur (1.000 v. Chr.). Eine interessante Zeittafel blitzte aus dem Hinteren hervor und verschaffte uns einen Überblick über die vergangenen Kulturen Perus. Im Innenhof des Litico Museums erheben sich seltsam und zu tierähnlichen Konturen gebildete Monolithformationen. Eine davon nahmen wir genauer unter Betracht, da man sagt, sie würde einem Frosch oder gar E.T., dem Außerirdischen, gleichen. Beim Verlassen des Gartens folgten uns vier Augenpaare von der Dachspitze des Hauses - zwei toritos von Pucará. Nach dem letzten Halt waren nur noch etwa 120 Kilometer bis nach Puno zu bewältigen und unsere erlebnisreiche Fahrt neigte sich langsam nach zehn Stunden dem Ende zu. An wundervollen Eindrücken reicher, nahmen wir danach Puno und den Titicacasee in Angriff.


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© 2009 Text: Sandra Hillerzeder (peruline.de), Fotos: Archiv (peruline.de)

Sandra Hillerzeder ist Mitglied des peruline-Teams und hat im Sommer 2008 das Kolleg für Tourismusorganisation in Salzburg abgeschlossen. Nach ausgiebigen Recherchen über Peru hat sie sich in das Land verliebt und einem Auslandsaufenthalt stand nichts mehr im Wege. Sandra's Präferenzen umfassen das Kennenlernen von Land, Leuten, Tourismus, Natur und Kultur.


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