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"Zählt man die internationalen Restaurants (vornehmlich im neuen Pudong zu finden) noch hinzu, ist fast die halbe kulinarische weltweite Vielfalt in Shanghai zu finden. Und das ist nicht übertrieben."

Pilgertum und Wallfahrt in Indien
von Stefan Peichl
"Das indische Wort für Wallfahrt ist der aus dem Sanskrit stammende Begriff tirtha yatra. Tirtha bedeutet wörtlich „Furt“, also eine flache Stelle in einem Fluss; yatra ist der Weg."

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Pacaya Samiria Reservat - ein Stück Paradies im Regenwald

von Katrin Sorge


Morgens halb vier in Peru: auf gepackten Koffern und mit wohltuendem Koka-Tee in der Hand sitzen meine Freundin Sandra und ich in der Wartehalle des Flughafens Lima. Die kurze Nacht und die noch anhaltende Müdigkeit ließ uns fast vergessen, wohin es an unserem Ganztagesausflug gehen sollte: nach Iquitos, Hauptstadt des nördlichen Amazonasgebiets Perus und tropisches Paradies auf Erden.

Sandra und Katrin auf Tour. Foto: peruline.de
Icon Bild vergrößern  Sandra und Katrin auf Tour. Foto: peruline.de

Da Sandra erst einmal und ich noch nie im Regenwald war, hatten wir keine klare Vorstellung, welches Abenteuer uns erwarten würde... Aber kaum aus dem Flieger ausgestiegen, holte uns schon die Realität ein. Feuchtschwüle Luft schlug uns entgegen und in den Gebüschen hörten wir noch die letzten Nachtschwärmer zirpen. Zu dem Gesang der Grillen und Zikaden mischte sich alsbald das Gepfeife einer Gruppe von erwartungsvollen Motortaxifahrern, die uns zu ihren kunterbunten Knattermaschinen lotsen wollten, aber wir hatten ja unseren Guide Rey, der uns für den ganzen Tag zur Seite stehen sollte.

Zusammen mit einer kleinen Truppe von weiteren Teilnehmern unseres Kurztrips wurden wir sofort in unser aufregendes Ausflugsprogramm hineingeschubst. Zunächst ging es nach einer gemütlichen City-Tour durch Iquitos zu einem kleinen, aber völlig überfüllten einheimischen Markt, auf dem wahrscheinlich alle Fischspezien, die in den Gewässern des Regenwaldes vorkommen, verkauft werden - und zwar lebend. Bei näherem Hinsehen blitzten uns die rasiermesserscharfen Zähne von noch zappelnden Piranhas entgegen oder sahen wir Auszüge aus dem Überlebenskampf eines Katzenfisches. Obwohl wir Hunger hatten, ist uns der Appetit aufs Frühstück erst einmal vergangen und somit stopften wir uns lediglich mit ein Paar Bananenchips voll.

Nach dem Markt ging es Richtung Nauta, von wo aus wir per Boot zu unserem Ziel, das Pacaya Samiria Reservat, weiterreisten. Die Landschaft unterwegs war wunderschön. Vorbei an auf Stelzen gebauten Strohhäusern, indigenen Frauen, die ihre Kinder im Fluss wuschen und Bauern, die uns und dem Van neugierig hinterher schauten, erreichten wir nach circa anderthalb Stunden unsere Umsteigestation. Dort trafen wir auf unseren zweiten Guide, der uns per Motorboot zur Flussgabelung des Marañón und Ucayali fuhr, die an dieser Stelle den Amazonas bilden. Das nahe gelegene Dorf Grau bot mit seinem 30 Meter hohen Aussichtsturm eine fantastische Panoramasicht über die Geburt des längsten Flusses Südamerikas. Vor dem Weiterziehen zum nächsten Programmpunkt hielten die indigenen Dorfbewohner noch eine Überraschung für uns parat und luden uns auf eine erfrischende Kokosnuss ein.

Die Bungalows der Luxus-Lodge. Foto: peruline.de
Icon Bild vergrößern  Die Bungalows der Luxus-Lodge. Foto: peruline.de

Danach ging es in einer zweistündigen Bootsfahrt zu unserer Unterkunft fürs Wochenende, der Pacaya Samiria Amazon Lodge, einer der exklusivsten Lodges im peruanischen Amazonasregenwald und unweit des Pacaya Samiria Nationalparks. Die Luxus-Lodge ist nur auf dem Wasserweg erreichbar und auf dem hauseigenen Steg wird der Gast mit einer Minibananenstaude, deren Früchte gerade einmal so lang wie eine Frauenhand breit sind, begrüßt. Nachdem wir uns mit dem Hauptgebäude und dem traumhaft-tropischen Garten vertraut gemacht hatten, bezogen wir unsere Bungalows und konnten uns anschließend beim Mittagsbuffet von den kreativen Kochkünsten des einheimischen Kochs überzeugen lassen.

Vom leckeren Essen gestärkt, ging es danach auf Expedition durch den primären und sekundären Urwald. Auf der Wanderung zogen wir an Ameisennestern, die willkürlich an Baumstämmen "klebten", an wandelnden Palmen, jeder Menge Spinnen und Insektenarten vorbei. Unsere Guides erklärten uns dabei haargenau, wo man welche Pflanzen und Tiere findet und wie der Mensch sie für Heil- oder Ernährungszwecke nutzen kann. Später kamen wir noch an legendären Lianenbäumen vorbei, sodass jeder Teilnehmer die Möglichkeit hatte, sich einmal in seinem Leben wie Tarzan zu fühlen und sich durch die Lüfte zu schwingen, bevor dann der Regenwald seinem Namen alle Ehre machte und uns mit einem Platzregen überrumpelte. In einem im wahrsten Sinne des Wortes Affentempo sind wir zurück zur Lodge gejagt, wo wir bereits mit einem üppigen Abendmahl erwartet wurden.

Der Tag sollte danach aber noch nicht zu Ende sein! Schließlich wurde extra für uns die traditionelle Band aus dem Nachbardorf San Jorge eingeladen und tanzte für uns zu exotischen Trommel-, Rassel- und Flötenklängen den Tanz der Anakonda. Dann endlich konnten wir den langen und aufregenden Tag mit einem Cocktail gebührend ausklingen lassen und fuhren geschafft, aber überglücklich über die neu gewonnen Erfahrungen noch am selben Abend zurück nach Iquitos zum Flughafen.



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© 2009 Text: Katrin Sorge (peruline.de), Fotos: Archiv (peruline.de)

Katrin Sorge studierte Tourismus in den Niederlanden und in Spanien und absolviert seit Mai 2009 ein Praktikum bei peruline.de. Sie ist besonders beeindruckt von Perus kultureller und naturräumlicher Vielfalt und freut sich darauf, viele unvergessliche Eindrücke und Erfahrungen in ihrem neuen Gastland zu sammeln.


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